Bügerschule - Stadtteilzentrum Nordstadt e.V.
Aktuelles

DI 15.10.2019
19.00 Uhr
Literaturcafè: Edgar Allan Poe

FR 18.10.- SO 20.10.2019
ab 15.00 Uhr
HACKOVER

FR 25.10.2019
20.15 Uhr
Theater Nordstadt: August Wilhelm Iffland – Der Komet.


Tanzstück: POOL
Datum: bis 1.12.2006
Uhrzeit: jew. 20:00

POOL - Tanzstück von Ralf Jaroschinski
mit Ariane Funabashi, Jessica Lööf, Andrew Suseno und Michael Veit
zu Musik von Arvo Pärt, Kate Bush u. a.
Kostüme: Jürgen Westhoff
Dramaturgie: Simone David

Terror, Verbrechen, Katastrophen am laufenden Band... – um da überhaupt eine Art Ausgleich zu schaffen, brauchen wir in der heutigen mediengeprägten Welt schon das andere Extrem: Drogenkonsum, Genusssucht und immerzu neue, atemberaubende Sensationen, so scheint es. Können wir dabei den ganz einfachen schönen Momenten in unserem „wirklichen“ Leben überhaupt noch eine Bedeutung geben? Ist die Kontemplation einer Veilchenblüte für uns inzwischen nicht mehr nur eklatante Zeitverschwendung, und denken wir bei dem Anblick eines Kinderlachens
nicht eher an den Kauf von Süßigkeiten als an echte unbeschwerte Freude?
Es ist sicher nicht zu früh, einmal nachzuhaken, ob wir als Menschen in dieser Gesellschaft lediglich funktionieren und reagieren, oder ob wir uns beispielsweise in der zärtlichen Berührung eines anderen Menschen wirklich noch völlig verlieren können, ob uns eine spontane Euphorie in der Tat noch vollständig aus dem Konzept bringen kann.
Der hannoversche Choreograf Ralf Jaroschinski sammelte nun solche ganz alltägliche kleine Wunder, die per se bereits fortwährend unsere Realität transzendieren, und stellte diese Szenen zu einem Tanzstück in zeitgenössischer Ästhetik zusammen. „Pool“ heißt seine neueste Choreografie für vier Darsteller - Michael Veit vom Leipziger Ballett ist ebenso mit von der Partie wie Ariane Funabashi aus Berlin und Jessica Lööf und Andrew Suseno aus New York City - zu Musik von Arvo Pärt („Fratres“), Kate Bush u. a. und zeigt tänzerisch umgesetzte Alltagssituationen, in denen wir auch ohne die Einnahme von Drogen die Grenzen unserer kausalen Existenz überschreiten, Augenblicke, die wir aufs Vollste auskosten und genießen dürfen, ohne sofort Suchtverhalten befürchten zu müssen. Bei alledem sucht die Choreografie das Sensationelle vielmehr in der bescheidenen und ehrlichen und dennoch umso kraftvolleren Darstellung der transzendenten Momente und lässt uns direkt miterleben, wie unser komplettes Dasein ständig und ganz natürlich aus den Angeln gehoben wird.

„Pool“ wird gefördert durch das Land Niedersachsen, das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, den Fonds Darstellende Künste e. V. und die Niedersächsische Lottostiftung.

Weitere und letzte Vorstellung am 01. Dezember 2006

Eintritt: 10,- / 8,- €
Kartentelefon.: 0511 708985

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