Bügerschule - Stadtteilzentrum Nordstadt e.V.
Aktuelles


Wir wünschen allen einen wunderschönen Sommer!
Ab August geht es weiter im Programm mit:

SA 17.08.2019
20.00 Uhr
Weltliteraturmusik „LIQUID WORDS“
mit Nana & Abée

DI 20.08.
19.00 Uhr
Literaturcafè: Ernst Toller

FR 23.08.2019
Theater Nordstadt: August W. Iffland – Der Komet. Eine Posse



Theaterwerkstatt Hannover: "Um Himmels Willen, Ikarus!"
Datum: 18.6.2013
Uhrzeit: 11:00-12:00 Uhr

TTheaterwerkstatt Hannover als Gast in der Bürgerschule:

„Um Himmels Willen, Ikarus!“


„Es ist nicht so einfach mit den Generationen. „Nenn mich nicht immer Dad“, sagt der Vater zum Sohn. „Ich heiße Daedalus!“

Ja, diese beiden Bühnengestalten haben eine ganz besondere Geschichte zu erzählen, und sie stecken in einer besonders kniffligen Situation:
Verlaufen haben sich Ikarus und sein Vater, der antike Baumeister, im eigenen Labyrinth. Dabei war dies doch eigentlich nur errichtet worden, um den gefährlichen Minotaurus in Schach zu halten.

In der Theaterwerkstatt wird der Irrgarten nun gebildet von den Stuhlreihen, auf denen das Publikum sitzt: Kinder neben Erwachsenen – allesamt fasziniert. „Um Himmels willen, Ikarus“ heißt das ursprünglich fürs Bonner Theater „Marabu“ geschriebene Stück von Benedikt Neustein, Claus Overkamp und Christian Schidlowsky, das Regisseurin Sabine Trötschel hier für Zuschauer ab sieben Jahren neu inszeniert hat.

Es handelt vom Mythos, gewiss, vor allem aber erzählt es davon, wie schwierig es für Väter und Söhne ist, miteinander auszukommen und sich gegenseitig zu zeigen, wie wichtig man für einander ist. So drückt sich der fabelhaft natürliche, lächelnde, lässige und zugleich drängend empfindsame Yannik Böhmer an die Brust vom grummelig autoritären Matthias Alber. Und der ist sichtlich verlegen und stellt irgendwann fest: „Ich bin Architekt, ich bin einfach keine gute Mutter.“
Eigentlich aber sind beide ein phantastisches Team: Sie spielen Akkordeon und singen, sie erzählen sich gegenseitig die eigene Geschichte und tauschen dabei auf überaus komische Weise die Rollen, ziehen einander auf, senden sich Botschaften. Sie balgen und spielen Fangen zwischen den Labyrinthreihen, und als sie sich zu verlieren drohen, geraten beide in Panik.
Es ist eine schlichte, aber sehr schöne, poetische und wahrhaftige Theaterstunde, eine Inszenierung von spielerischer Leichtigkeit.
Die Kinder glucksen, freuen sich, verstehen genau, warum Ikarus nach Hause möchte oder Fußball spielen oder wenigstens mal was Anständiges essen. Und die älteren Zuschauer bekommen langsam, aber sicher einen Kloß im Hals, weil sie schon wissen, dass der geflügelte Fluchtversuch aus dem Labyrinth nicht gut ausgehen wird.
Ungeheuer zart, liebevoll und rührend enden der tragische Himmelsflug und das Stück. Keine Pädagogik, keine herablassende Message – es bleibt das einfühlsam auf den Punkt gebrachte Porträt einer Vater-Sohn-Beziehung, eine zarte, zugleich überaus lebendige, warmherzige Annäherung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Egal, wie alt man ist.“
(André Momot, Hannoversche Allgemeine Zeitung, Dienstag, 21.Juni 2011)

Dauer: ca. 50 Min

Eintritt: 3 €, mit HannoverAktivPass kostenlos

Kartentelefon: 0511 708985


Foto: Klaus Fleige
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